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Freitag, 27. Juni 2014

Things fall apart, so that other things can fall together



27.06.2014

Ich sitze hier.
Im Büro.
Höre Gregory Porter und fröstle ein bisschen.
Es ist wieder sehr kalt.
Es regnet, die Klamotten werden ein bisschen klamm.
Die Luft ist schwer und duftet aber herrlich nach Tee &Kaffee.
Gänsehaut überzieht meine Arme und meinen Rücken, ich bin noch ein bisschen außer Atem, eben eine spontane Yoga Stunde gehabt.
Es fällt mir schwer meine Gefühlslage zu analysieren, es ist nicht nur eine, es sind so sehr viele auf einmal, es ist nicht nur ein Marmeladenglasmoment es sind unendlich viele oder ein riesen großer.
Im Moment bin ich einfach unglaublich glücklich hier sein zu dürfen, diesen Schritt gemacht zu haben. Ich glaube etwas Besseres hätte mir nicht passieren können, es war genau diese Erfahrung die ich brauchte. Einfach mal raus, ganz allein, neue Menschen kennen lernen, zu sehen wie das Leben für andere so spielt und dass das Einkommen wirklich kein Indikator dafür ist wie glücklich man ist. Es kommt von einem selbst, oder eben nicht. Ich dachte zuvor ich wüsste das, und ich müsste nicht nach Südafrika fliegen um „so etwas“ zu lernen, aber es ist eben doch etwas anderes hier zu sein.
Ich bin so froh dass es ist wie es ist, ich genau die Menschen getroffen habe die jetzt her sind, dass ich genau diese Zeit mitnehme. Es ist gut wie es ist, es wird immer besser, und ich genieße es.
Ich fühle mich freier als je zu vor, ich fühle mich wohl hier, ohne zu wissen was morgen passiert, ich genieße es hier bei 0 anfangen zu können, dass niemand weiß wie ich gewesen bin bevor ich hierher kam, ich mich selbst entdecken kann und in neuen Situation nicht nach eingefahrenen Mustern handle sondern… anders.
Anders, ist das Wort dass mich, Südafrika und alles was ich hier erlebe am besten beschreibt.
„Anders“ verbirgt positiv oder negativ und beschreibt lediglich den Wandel der bisher routinierten Situation.
Ich freue mich auf die 4 Monate die mir noch bleiben, sehr sogar.
Ich bin gespannt wie lang sie sein werden, oder ob sie ebenso schnell vergehen wie die letzten beiden.
Wenn ich morgens aufstehe bin ich zwar müde, aber das aufstehen fiel mir nie leichter, ich stehe mittlerweile gerne auf. Genieße die ersten Sonnenstrahlen in meiner Kuscheljacke draußen auf der Terrasse, mit Blick zum Hafen ganz weit hinten, um etwas später zu hören wie auch der Rest des Hauses langsam erwacht. Ich habe keine Erwartungen an den Tag, das brauche ich auch nicht denn sie würden jedes Mal übertroffen werden.
&selbst wenn das nicht der Fall ist, macht es nichts. Dann eben Morgen.
51 Tage bin ich hier. 51 verrückte, andere Tage.
Bin gestern und vor 6 Monaten angekommen. Ich bin noch immer ich und doch jemand ganz anderes geworden.
Ich versuche einen Alltag zu haben, doch glücklicherweise gelingt es mir nicht.
Ich versuche jeden dieser Momente aufzunehmen und nie wieder gehen zu lassen, ich will all das für schlechtere Zeiten konservieren!
Südafrika tut mir gut.
Südafrika gibt mir exakt was ich brauche. Meine Zeit ist jetzt. JETZT!





-weil deine Buchstaben so ehrlich aussehen.





Montag, 23. Juni 2014

Some infinites are bigger than others

Hast du einmal darüber nachgedacht, was das bedeutet: 
Eine einzige Sache ist ewig, nämlich der Augenblick an sich. Und dieser Augenblick wäre dann allein mit seiner eigenen Ewigkeit. Doch das ist der Augenblick ja gar nicht, er ist nicht allein, sondern lässt mit sich die ganze Welt zusammen ewig sein. Das ist so schön, dass wir öfter in Augenblicken die Ewigkeit erkennen sollten.




Remember why you startet


23.06.2014
Um halb elf war Kru hier. Als ich ins Auto steige gibt er mir einen Kaffee…in anlehnung an meine Äußerung dass ich hoffe so früh nicht zu müde zu sein.
Wir fahren um Strand, das Wetter ist zauberhaft, nichtzu heiß, nichtzu kalt und die Wellen eigentlich perfekt zum lernen.
Im Moment vermietet er seine Wohnung um ein bisschen Geld zu bekommen und lebt deswegen bei seinen Eltern.
Auch Grund dafür dass er nur sein kleines Board mit dabei hat.
Wir mieten eins, ein großes Anfänger Bord für mich.
Ich darf seinen Neo anziehen weil ich dass Disaster vom letzten Mal nicht noch einmal wiederholen wollte!
Es geht los, erst dieselben Trockenübungen auf dem Boden (von denen ich mir sicher bin das er mich nur schwitzen sehen wollte) und dann dasselbe im Wasser.
Frei nach dem Motto: „Amelie war steht‘s bemüht…“.
Es ging ein bisschen besser als beim letzten Mal ich muss mich aber darauf konzentrieren seitlich aufs Brett zu springen und die Beine nicht durch zu drücken…
Noch bin ich zuversichtlich.
Kru hat mich gelobt, ich bin mir nicht sicher ob er sich nicht dazu genötigt gefühlt hat weil ich ausgesehen haben muss wie ein begossener Pudel.
Egal, nächstes Wochenende geht’s weiter.
So schnell gebe ich nicht auf.
Da wir das Bord nur für knapp 1 ½ Stunden hatten hatten wir noch ein bisschen Zeit.
Er meinte das ich was meinen Bräunungsgrad angeht ziemlich genau so aussehe wie vorher. Darauf konnte ich nichts erwidern, denn leider hat er Recht.
Um das zu ändern haben wir uns danach noch ein bisschen an den Strand gelegt was wirklich schön war, denn ganz in der Nähe hat eine Reggae Live Band gespielt, dazu das Meeresrauschen und die wärmende Sonne…alles in allem ein ziemlich perfekter Sonntag, auch wenn sich an meiner Bräune nicht viel getan hat, aber auch dass wird dann hoffentlich nächstes Wochenende intensiviert, so kann es ja nicht weiter gehen. In Südafrika sein und aussehen als hätte ich 6 Monate im Keller gesessen.
Dann hat er mich später wieder zurück gefahren. Ich hatte noch genug Zeit in die Dusche zu springen um anschließend mit Manda, Spencer, Henrike und Caroline zu einem Musical zu fahren, dort haben wir auch Osaebea getroffen (mit etwas Verspätung).
Das Stück wurde in einem ganz winzigen Theater direkt am Hafen aufgeführt und hinterher waren wir alle ziemlich froh das es bloß eine Stunde gedauert hat.
Es war wirklich…einzigartig. Experimentell und vielleicht ein bisschen unstrukturiert…Die Handlung war relativ wirr, es ging um einen Prinzen dessen Mutter nach seiner Geburt von ihrer Schwester ermordet wurde, weil diese heiß auf den König aber besonders auf mehr Macht war.
Zum Schluss stirbt die böse Schwester die Mutter ist als Engel wieder zurück der Sohn mittlerweile ca. 18 und alles wird wieder gut.
Wir brauchten anschließend erst einmal einen Drink.
Dann waren wir noch Fish &Chips essen um schließlich Oseabea nach Hause zu fahren.
Ich bin direkt in meinen neuen Onepiece geschlüpft und ins Bett gegangen.

Im Großen und ganzen war dieses Wochenende ganz seltsam.
Mir ist aufgegangen das ich bald schon 2 Monate hier bin.
Die Zeit rast.
Und es ist das erste mal dass ich ein bisschen wehmütig werde bei dem Gedanken das in 4 Monaten alles zu Ende ist.
Allerdings weiß man nie was passiert diese 4 Monate können endlos werden oder genauso schnell verfliegen wie die letzten beiden.
Dennoch ich glaube ich bin endlich angekommen, bis auf meine (ziemlich krasse) Erkältung geht es mir besser denn je.
Ich fühle mich sehr wohl mit Caroline und Henrike, Manda &Spencer und versuche jeden Tag so sehr zu genießen wie es mir möglich ist.
Ich habe gesagt dass es MEINE 6 Monate werden und ich bin auf dem besten Weg die schönste Zeit meines Lebens zu haben!

xoxo ihr lieben, schlaf gut!
Amelie



Do what is right, not what is easy


Onepiece with Kittys

1x Frozen Yoghurt mit allen Toppings die es so gab


In Südafrika werden Jobs geschaffen indem es hauptsächlich Damen gibt die dafür zuständig sind die Einkäufe in Plastiktüten zu füllen

Wenn Mädchen shoppen gehen...

Ein bisschen Zuhause, gibts auch hier zum Glück

Natürlich denselben wäre sonst ja nur halb so witzig
22.06.2014

Immer wenn ich die Möglichkeit habe mal aus zuschlafen, das wirklich brauche und es passen würde, wache ich um 6 Uhr auf, das ist noch früher als ich während der Woche aufstehe.
Aber sobald ich wach bin ist einschlafen unmöglich.
Ich habe also in aller Ruhe gefrühstückt und gewartet bis Caroline wach wurde, für heute stand nämlich auf dem Plan zur Pavillion Mall in Durban zu fahren.
Zusammen mit NJ, Stefan und Caroline ab zur Mall.
Es war Super. Es hat sich fast angefühlt wie shoppen gehen Zuhause. Diese Mall hätte überall auf der Welt stehen können.
Ich habe es sehr genossen mit Caroline unterwegs zu sein!
Ich fand es ein bisschen schade dass Henrike zuhause geblieben ist, andererseits kann ich es auch sehr gut verstehen in der letzten Woche hatte sie eine heftige Erkältung und nichts geht übers ausschlafen, aber auch allein mit Caroline war es ein sehr schöner Tag.
Wir sind durch gefühlt alle Shops gelaufen die die Mall zu bieten hat.
Mit der festen Vorstellung uns einen Onepiece zu kaufen.
(Für die jenigen die nicht wissen was das ist, im Prinzip ist ein Strampler für Erwachsene, sieht also ziemlich bescheuert aus wenn man so ein Ding an hat, ist aber einfach super bequem. Die Dinger gibt es in den scheußlichsten Farben und Formen, mit Ohren, Schwänzen, Mustern einfarbig und die interessantesten Materialien.)
Nachdem wir einen Frozen Yoghurt hatten haben wir uns die hässlichsten Onepiece gekauft die wir finden konnten (aber auch die flauschigsten!)
Wir waren noch einkaufen für das grillen am Abend bei Andrew und dann ging es zusammen mit NJ &Stefan auch wieder nach Hause.

Zuhause haben wir direkt alle Sachen gepackt und sie gemeinsam zu Andrew gefahren.
Kru hatte mich für diesen Morgen ursprünglich gefragt ob ich mit ihm surfen wollte aber ich war mir mit auf dem Bauch liegen und Wellengang nicht so sicher, wegen der vergangenen Woche.
Weil ich ihm abgesagt habe, habe ich aber gefragt ob er vielleicht Lust hat zum grillen zu kommen.
Hatte er. Insgesamt waren wir um die 15 Personen, viele kannte ich gar nicht.
Wir haben gegrillt, ich hab mich mit Kru zum Surfen für den nächsten Morgen verabredet und später begonnen das Spiel Ghana vs. Deutschland zu gucken.
Was auch ein bisschen seltsam war, denn in der Halbzeit sind wieder nach Hause gefahren um den Rest Zuhause zu sehen.
Hauptauslöser war eine junge Dame, die vielleicht ein bisschen zu betrunken und ein bisschen naiv war und mehrmals, als die ersten paar Minuten vorbei waren schrie „Heil Hitler“.
Eine ganz komische Situation für uns.
Henrike hat ihr versucht klar zu machen dass das nicht geht und dass es weder witzig noch besonders klug ist. Auch Andrew hat sie in die Küche geführt und persönlich mit ihr geredet. Ich bin mir nicht sicher ob sie verstanden hat warum man so etwas nicht schreien sollte, aber anschließend kam sie zu uns und hat sich entschuldigt dafür war für mich die Sache in Ordnung.
Sie wusste es einfach nicht besser.
Allerdings denke ich grundsätzlich egal welche Kultur, welches Land, welche Religion oder welche Geschichte, wenn man keine Ahnung hat ist es meistens besser den Mund zu halten.
Im Auto verpassten wir leider die ersten beiden Tore, aber zuhause bekamen wir das unentschieden mit.



Silence is an answer too


Manda, glücklich mit dem Rotwein. Jedenfalls etwas.

Eatalian...ich glaube nicht.
21.06.2014

Es war ein langer Tag und ich war als wir von Edendale nach Durban zurück fuhren ziemlich müde, aber es war geplant dass wir etwas essen gehen.
Nachdem ich die ganze hauptsächlich koschere Kräcker hatte, habe ich mich unsagbar auf das Essen gehen gefreut. Wir waren das erste Mal in einem Restaurant dass die anderen auch nicht kannten, es war in der Nähe der Musgrave Mall.
Es sah von außen ganz gut aus. Mimmos versprach italienisches Essen… Pasta, Pizza und alles was sonst so dazu gehört. Bei dem Blick ins Menü hätten wir schon stutzig werden müssen.
Die Auswahl war einfach viel zu groß… die Bestellungen auf zu nehmen, entpuppte sich als nicht so einfach wie angenommen weil die Kellnerin 3x kam um uns mitzuteilen dass das gewünschte leider aus ist.
Ich hab mir Makkaroni bestellt, vegetarisch ABER mit ganz, ganz viel Käse.
Wahrscheinlich nicht die beste Wahl wenn der Magen verrückt spielt aber das war mir egal ich wollte was richtiges, fettiges mit viel Käse.

Nach zwanzig Minuten war das Essen noch immer nicht da und die Kellnerin wirkte generell ziemlich verwirrt brachte zuerst den falschen und dann zu viel Wein, vergaß jemanden…
Wir Warteteten und warteten und das Restaurant begann sich langsam aber sicher mit dichten Rauch Schwaden zu vernebeln.
Es kratzte im Hals und irgendwann fragten wir was denn los sei, als sie uns erklärten dass der Steinofen leider etwas kaputt ist.
Naja kann man leider nichts dran ändern dass Essen war ja nun schon bestellt, wir saßen also in dem Restaurant mit tränenden Augen und unterhielten uns ohne uns richtig zu sehen und warteten sehnsüchtig auf unsere Bestellung.
Wir waren ein bisschen unsicher was in der Küche vor sich ging denn bestellt wurde beispielsweise nur eine Pizza, in den Ofen wanderten nach und nach aber mindestens 3. Auch das Henrikes Salat so sehr lange brauchte war überraschend.
Nach knapp 2 Stunden war es dann endlich so weit.
Wir bekamen endlich unser Essen und es wird nun keine Überraschung sein wenn ich erzähle dass wir alle nicht besonders angetan waren um es milde auszudrücken.
Manda &Spencer redeten von dem wohl schlechtesten Restaurant in dem sie bisher gewesen sind.
Meine Makkaroni schmeckten ziemlich fade und ich hab sie mir ein bisschen versalzen damit sie überhaupt Geschmack hatten.
Kein Unterschied zur Pizza von Stefan oder Mandas Nudelpfanne oder den matschigen Pommes und den seltsamen Lamm Rippen von Spencer.

Egal auch dass ist eone Erfahrung.
Caroline ließ sich ihre Reste einpacken und schenkte sie einem Mann auf der Straße.
&ich fiel direkt ins Bett.